Unser Auftrag – sich mit allen möglichen Einsatzszenarien im Bereich der Ausbildung auseinanderzusetzen.
Daraus resultierend führten wir am 08. und 15 Juli 2026 anlässlich zweier Übungen der Ausbildungszüge praktische Schulungen zur Vegetationsbrandbekämpfung durch.
Hinter dem Wertstoffsammelplatz in Gamp bekamen wir die Möglichkeit eine praxisnahe Ausbildung mit Echtfeuer vorzunehmen, um unsere Mannschaft auf Gefahren, einsatztaktische Belange und dem Umgang mit unserer Vegetationsbrandbekämpfungsausrüstung bestmöglich vorzubereiten.
Ein Dank gilt dabei der Stadtgemeinde mit dem Wirtschaftshof für die Zurverfügungstellung der Örtlichkeit, Fuhrpark und Personal für die Vorbereitung.
Übungsausarbeitung und Leitung: HBM Michael Bauschenberger und BR Josef Tschematschar
Seit 13. Juli 2026 verfügt die Feuerwehr Hallein über zwei weitere ausgebildete Maschinisten. Zwei Mitglieder der Hauptwache haben ihre interne Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und können künftig im Einsatzdienst diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Die abschließende Prüfung setzte sich aus einem theoretischen sowie einem praktischen Abschnitt zusammen und wurde von beiden Teilnehmern erfolgreich absolviert.
Die Tätigkeit als Maschinist erfordert umfangreiches technisches Verständnis, praktisches Können und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Im Rahmen der Ausbildung wurden die Teilnehmer intensiv auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet. Zu den Ausbildungsinhalten zählten unter anderem:
Kenntnisse über Fahrzeuge, Motoren und Pumpensysteme
Aufbau, Arbeitsweise und Bedienung von Pumpen sowie technischen Baugruppen
Praktische Arbeiten mit unterschiedlichen Pumpen und Einsatzaggregaten
Grundlagen der Löschwasserförderung inklusive Berechnungen und praktischer Umsetzung
Planung und Aufbau von Löschwasserförderstrecken über große Entfernungen
Wartungsarbeiten, Pflege und Behebung von technischen Problemen
Einsatz und Bedienung von Stromerzeugern sowie elektrischen Geräten
Grundlagen zu Straßenverkehrsrecht, Fahrverhalten, Gefahren im Einsatz und Zusammenarbeit mit Einsatzpartnern
Ausbildung am Ladekran, an der Seilwinde sowie an der Drehleiter
Für die Aufnahme in die Maschinistenausbildung der Feuerwehr Hallein ist ein Führerschein der Klasse C erforderlich. Idealerweise verfügen die Teilnehmer zusätzlich über die Klasse E, um auch Feuerwehranhänger wie das Rettungsboot, das Jetboot oder den Taucheinsatzanhänger sicher transportieren zu können. Die Stadtgemeinde Hallein leistet hierbei wertvolle Unterstützung und übernimmt Ausbildungskosten. Ergänzend stehen Förderungen des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg zur Verfügung.
Die Ausbildung erstreckte sich über mehrere Monate und wurde parallel zum laufenden Feuerwehrbetrieb durchgeführt. Neben den regulären Übungen und Einsätzen investierten die beiden Teilnehmer wöchentlich zwei bis drei zusätzliche Ausbildungseinheiten. Dieser hohe Ausbildungsaufwand ist notwendig, da die Maschinisten der Feuerwehr Hallein für den sicheren Betrieb von insgesamt 14 Einsatzfahrzeugen geschult werden.
Eine leistungsfähige Feuerwehr benötigt auch in Zukunft ausreichend qualifizierte Maschinisten. Dafür sind vor allem zwei Faktoren entscheidend: engagierte Feuerwehrmitglieder, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, sowie erfahrene Ausbilder, die ihr Wissen praxisorientiert und zeitgemäß weitergeben. Die Ausbildung wurde durch das Ausbilderteam rund um HV Manuel Enn, BM Gerald Klappacher und OV Jürgen Jung durchgeführt.
Die Feuerwehr Hallein gratuliert OFM Thomas Rainer und FM Martin Reisaus herzlich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung und wünscht ihnen für ihre zukünftigen Aufgaben im Einsatzdienst viel Erfolg, stets sicheres Arbeiten und allzeit gute Fahrt.
Die Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Hallein wurde am Montag, dem 13. Juli 2026, um 09:11 Uhr zu einem Wald- bzw. Flurbrand am Adneter Riedl alarmiert.
Bereits bei der Anfahrt war für den Einsatzleiter eine deutliche Rauchentwicklung aus dem Waldgebiet erkennbar. Aufgrund der Lage veranlasste er umgehend die Nachalarmierung eines zweiten Alarms für die Hauptwache sowie der benachbarten Freiwilligen Feuerwehr Adnet.
Die weitere Erkundung ergab, dass es im Bereich einer Aussichtsbank zu einem Flurbrand gekommen war, der sich bereits auf den umliegenden Waldboden ausbreitete. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges 1 rüstete sich sofort mit Löschrucksäcken aus und begab sich zu Fuß zur rund 200 Meter entfernten Einsatzstelle, um unverzüglich mit den ersten Löschmaßnahmen zu beginnen.
Zeitgleich errichteten die Mannschaften der Tanklöschfahrzeuge 1 und 2 eine Löschleitung bis zum Brandherd. Das Rüstlöschfahrzeug stellte die Wasserversorgung sicher und verlegte hierfür eine Zubringerleitung von einem nahegelegenen Hydranten zu den Tanklöschfahrzeugen. Mit dem Versorgungsfahrzeug 2 (Pick-up) wurde zusätzliches Material zur Brandbekämpfung an die Einsatzstelle transportiert.
Der Brand wurde zunächst mittels zweier D-Rohre bekämpft. Im weiteren Einsatzverlauf wurde der Waldboden mit zwei C-Hohlstrahlrohren intensiv gewässert, um verbliebene Glutnester abzulöschen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Anschließend wurde der Waldboden mit spezieller Waldbrandausrüstung aufgegraben, sodass versteckte Glutnester freigelegt und gezielt abgelöscht werden konnten. Zusätzlich musste ein brennender Wurzelstock mithilfe einer Kettensäge entfernt werden, um auch in diesem Bereich eine vollständige Brandbekämpfung sicherzustellen.
Die Freiwillige Feuerwehr Adnet unterstützte die Einsatzkräfte aus Hallein bei der Wasserversorgung sowie bei den anschließenden Aufräumungsarbeiten.
Dank der schnellen Wahrnehmung der Rauchentwicklung durch die Anruferin und des raschen sowie koordinierten Eingreifens der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert und größerer Schaden abgewendet werden.
Eingesetzte Kräfte:
Fahrzeuge: KDOFA, KDTFA, TLFA 3000, TLFA 4000, RLFA 2000, VFA
Ausgerückte Mannschaft: 25
Einsatzleiter: BR Sebastian Wass
Weiters:
Freiwillige Feuerwehr Adnet mit 28 Einsatzkräften und 4 Fahrzeugen
Rotes Kreuz Hallein
Polizeiinspektion Hallein
Vom Freitag, 10.07.2026 bis Sonntag, 12.07.2026 führte der Tauchdienst der Feuerwehr Hallein das jährliche Tauchlager am Ausbildungsgelände des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes in Weyregg am Attersee durch.
Der Tauchdienst machte sich am Freitag früh auf den Weg Richtung Attersee. Nach der Ankunft wurde das Ausbildungsgelände bezogen und die Lagerordnung hergestellt. In der Zwischenzeit wurde das mitgebrachte Jet-Boot im Hafen von Steinbach geslippt und am Wasserweg nach Weyregg überstellt.
Anschließend konnte bereits der erste von insgesamt 10 Tauchgängen an diesem Wochenende durchgeführt werden. Dieser Tauchgang wurde genutzt um die Gegebenheiten unter Wasser auf Veränderungen oder Neuheiten zu erkunden.
Nach der Mittagspause wurde das Wissen mit dem Umgang unserer Vollgesichtsmasken samt Kommunikationseinheit in der Theorie und Praxis aufgefrischt.
Des Weiteren wurde am ersten Tag des Tauchlager noch eine Praxiseinheit in der richtigen Verwendung unserer Suchstange und den verschiedenen Suchmethoden abgehalten.
Zum Abschluss des Tages führte der Tauchdienst noch einen Nachttauchgang durch. Nachttauchgänge sind für die Taucher noch größere Herausforderungen da diese in absoluter Dunkelheit stattfinden. Die einzige Lichtquelle sind die Unterwasserlampen der einzelnen Taucher.
Nach einer relativen kurzen Nachtruhe und dem Frühstück stand bereits am zweiten Tag der nächste Tauchgang am Programm.
Hier bereiteten sich die anwesenden Taucher auf eine Tauchübung vor. Hierin bestand die Aufgabe die versenkte Fahrzeugkarosserie vom Grund des Attersees zu bergen. Um die Bergung so gut wie möglich durchzuführen wurde die Tauchgruppe in mehrere Trupps geteilt die nacheinander zum Fahrzeug tauchten und die einzelnen Aufgaben erledigten. Zum Schluss wurde unser Hebeballon (Hebekraft 1000kg) angebracht und nachdem sich alle Taucher aus dem Gefahrenbereich begeben haben, wurde unser Hebeballon von der Landmannschaft gefüllt und das Fahrzeug an die Oberfläche gebracht.
Der Nachmittag wurde genutzt um die richtige Vorgangsweise bei einem Tauchernotfall – Luftnot aufzufrischen. Bei diesem Tauchgang wurde die gesamte Tauchgruppe als Rettungsmannschaft eingebunden. Diese Aufgabe wurde zur vollsten Zufriedenheit des Lehrtauchers abgearbeitet und konnte ohne Vorkommnisse beendet werden.
Um den Nachmittag abzurunden stand nach dem Tauchgang eine Praxiseinheit zum Thema Fließwasserrettung am Ausbildungsplan. Hierbei wurden der Wert auf Seil- & Knotenkunde gelegt sowie unsere Seilfähre aufgebaut.
Am Samstagnachmittag konnte sich auch der Bezirksfeuerwehrkommandant Tennengau OBR Christoph Pongratz vom Ausbildungsstand sowie der Einsatzbereitschaft der Tauchgruppe überzeugen.
Am dritten und letzten Tag wurde ein Navigationstauchgang abgehalten. Bei diesem Tauchgang wurden den Tauchtrupps verschiedenen Koordinaten mitgeteilt sowie Aufgaben gestellt. Nach dem Abarbeiten der Aufgaben konnten die Taucher selbstständig den Tauchgang beenden.
Nach dem Abbau des Lagers und Verladen der Ausrüstung wurde unser Jet-Boot wieder aus dem Wasser genommen. Anschließend konnte die Heimreise in die Hauptwache nach Hallein
angetreten werden. Nach der Ankunft in der Feuerwehr und Versorgung des Gerätes konnte das Tauchlager 2026 für beendet erklärt werden.
An diesem Wochenende wurden insgesamt 10 Tauchgänge unter Berücksichtigung der Oberflächenpause sowie mehrere Theorie- und Praxiseinheiten abgehalten.
Die Tauchgruppenleitung möchte sich bei allen Mitgliedern des Tauchdienstes bedanken für die großartige Mitarbeit und Disziplin beim Tauchlager und für die Bereitschaft an einer zusätzlichen Ausbildung neben unserem regulären Dienstbetrieb teilzunehmen.