Am 03. Juni 2026 fand planmäßig eine Gesamtübung zum Thema Personenrettung aus Gewässern unter realitätsnahen Einsatzbedingungen statt. Als Übungsort wurde die Salzach im Bereich Kraftwerk Gamp bis zur Stadtbrücke ausgewählt. Diese Art von Einsätzen gehört zu unserem Einsatzspektrum und wird durch unsere Fließwasserretter respektive Einsatztaucher in Sonderausbildungen und in Kombination mit der gesamten Einsatzmannschaft in regelmäßigen Abständen geübt und ausgebildet. Der Fokus dieser Ausbildung lag bei der Sicherheit sowie der Einsatztaktik in Verbindung mit unseren technischen Möglichkeiten.
Bei diesen Übungen standen die Rettung mitunter von im Fließgewässer treibenden Personen, die Erstversorgung und Betreuung im Mittelpunkt. Unsere speziell ausgebildeten Fließwasserretter kamen mit den beiden Einsatzbooten (Feuerwehrrettungsboot und Jet-Boot) sowie über den Landweg lt. FH-SEM zum Einsatz, um dieses realistische Szenario abzuarbeiten. Zudem musste auf eingespielte Aufträge durch die Übungsleitung reagiert und entsprechend gehandelt werden. Dies betraf alle Beteiligten an dieser Übung.
Dabei wurden auch unterschiedliche Rettungsmittel eingesetzt, mitunter auch unsere Drehleiter mit ihrem umfangreichen Personenrettungsequipment.
Insgesamt war die Übung sehr lehrreich und hat die Kompetenz unserer Einsatzkräfte bei der Personenrettung aus Gewässer sowie bei Rettungen von Personen aus schwierigem Gelände weiter gestärkt.
Übungsausarbeitung: BM Gerald Klappacher und BR Josef Tschematschar
Übungsleiter: BM Gerald Klappacher
Die diensthabende Bereitschaft 2 wurde am 31. Mai 2026 infolge einer Sturmfront zu mehreren Einsätzen im Gemeindegebiet alarmiert.
Am Sonnenscheinweg war aufgrund der starken Sturmböen ein Baum in eine Stromleitung gestürzt. Nach der Abschaltung der betroffenen Stromleitung durch die Salzburg AG konnten die Einsatzkräfte den Baum mittels Motorsäge zerkleinern und von der Fahrbahn entfernen. Anschließend wurde die Straße gereinigt.
Ein weiterer Einsatz führte die Feuerwehr zu einem Wohnhaus an der B159. Dort hatte sich durch die starken Windböen ein Wetterschutzblech vom Kamin gelöst. Mithilfe der Drehleiter wurde das lose Blech gesichert, demontiert und kontrolliert am Boden abgelegt.
An der Dürrnberg Landesstraße war ebenfalls ein Baum durch die Windböen umgeknickt und hing über die Fahrbahn. Mit Unterstützung der Drehleiter und einer Motorsäge konnte auch dieser Baum rasch entfernt und die Verkehrsfläche wieder freigemacht werden.
Nach rund einer Stunde konnten die eingesetzten Kräfte alle Arbeiten erfolgreich abschließen und wieder in das Feuerwehrhaus einrücken.
Eingesetzte Kräfte:
Fahrzeuge: RLFA 2000, TLFA 3000, DLA(K) 23-12, SRFKA
Ausgerückte Kräfte: 14
Einsatzleiter: HBI Gerald Lindner
Weiters:
Straßenmeisterei
Salzburg AG
Übungsart: Brandübung
Eingesetzte Fahrzeuge LZ: TLFA 3000 Tank Dürrnberg, LFA Pumpe Dürrnberg
Übungsleiter: LM Jan Salmhofer
Der Brand eines landwirtschaftlichen Objekts war die Übungsannahme der letzten Übung im Monat Mai.
Durch einen Brandausbruch im Untergeschoss des Wirtschaftsteils war das Gebäude stark verraucht. Zudem wurden zwei Personen vermisst. Eine weitere Person befand sich auf dem Dach des Gebäudes und
konnte dieses nicht mehr selbstständig verlassen.
Unmittelbar nach dem Eintreffen des Löschzugs Bad Dürrnberg mit TLF und LF begann die Besatzung des TLF unter schwerem Atemschutz mit der Brandbekämpfung sowie der Menschenrettung.
Eine der vermissten Personen konnte in weiterer Folge mittels Crash-Rettung aus dem stark verrauchten Bereich gerettet werden. Anschließend wurden mehrere Gasflaschen sowie Treibstoffbehälter aus dem
Gebäude geborgen und in Sicherheit gebracht.
Die Mannschaft der Pumpe Dürrnberg begann nach dem Eintreffen umgehend mit der Suche nach der zweiten vermissten Person im Bereich der Tenne und konnte diese kurze Zeit später ebenfalls erfolgreich
retten. Die übrigen Kameraden kümmerten sich zwischenzeitlich um die Rettung der auf dem Dach befindlichen Person, die gesichert zu Boden gebracht werden konnte.
Nach erfolgreicher Brandbekämpfung, der Rettung aller Personen sowie der anschließenden Druckbelüftung des Gebäudes konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden. Die Kräfte des Löschzugs rückten
anschließend wieder einsatzbereit in das Feuerwehrhaus ein.
Im Rahmen eines festlichen Ehrungsabends des Roten Kreuzes Salzburg am 27. Mai 2026 wurde unser Ortsfeuerwehrkommandant BR Sebastian Wass mit dem Bronzenen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte gemeinsam mit weiteren engagierten Persönlichkeiten, die sich durch ihre besondere Unterstützung und Verbundenheit mit dem Roten Kreuz verdient gemacht haben.
Mit dieser Auszeichnung würdigt das Rote Kreuz Salzburg Menschen, die durch ihr Engagement, ihre Verlässlichkeit und die ausgezeichnete Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung vielfältiger Aufgaben leisten. Die Ehrung von BR Sebastian Wass unterstreicht die langjährige und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz sowie den hohen Stellenwert eines funktionierenden Einsatz- und Katastrophenschutzwesens.
In seiner Ansprache betonte Dr. Werner Aufmesser, Präsident des Roten Kreuzes Salzburg, die Bedeutung des gemeinsamen Handelns und der gegenseitigen Unterstützung. Die Leistungen der Hilfs- und Einsatzorganisationen seien nur durch das verlässliche Zusammenwirken vieler engagierter Menschen möglich. Dieses Miteinander bilde das Fundament für die tägliche Arbeit im Dienste der Bevölkerung.
Für die musikalische Umrahmung des Ehrungsabends sorgte das „Duetto Claviolino“ mit Florian Beer und Stefan Aichinger. Beim anschließenden Empfang bot sich Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zum Austausch über die erfolgreiche Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen.
Bilder: (c) wildbild Günter Freund