Nachdem die Einsatzkräfte am Freitag gegen 21:00 Uhr alle Einsatzstellen abgearbeitet haben, folgte bereits um 02:51 Uhr die nächste Alarmierung für die Bereitschaft 2.
Aufgrund der sehr starken Böen sind mehrere Bäume auf Straßen umgestürzt und haben diese blockiert. Umgehend wurden diese mittels Motorsägen aufgearbeitet und von den Straßen entfernt. In den Ortsteilen Rif und Rehhof wurden mehrere Dächer abgedeckt. Weiters wurden mehrere Gegenstände von dem Wind verweht und kamen zum Teil auf Straßen zum Liegen, diese wurden von den Feuerwehrkräften entfernt.
Um die Kräfte der Bereitschaft 2 abzulösen, wurde die Bereitschaft 3 um 07:48 Uhr alarmiert.
Im Laufe des Vormittages wurden im gesamten Ortsgebiet mehrere Einsatzstellen gemeldet, hauptsächlich wegen umgestürzten Bäumen, Bäume welche drohten umzustürzen sowie beschädigte oder teils komplett abgedeckte Dächer. Auch eine PV-Anlage wurde vom Sturmtief „Zoltan“ komplett vom Dach gerissen. Die Mannschaft wurde dementsprechend auf mehreren Fahrzeugen aufgeteilt, um so viele Einsatzstellen wie möglich gleichzeitig abzuarbeiten. Zur Unterstützung wurde im Laufe des Tages die Bereitschaft 4 nach alarmiert.
Insgesamt wurden über den Tag verteilt 35 Einsatzstellen bis 18:00 Uhr abgearbeitet.
Eingesetzte Kräfte:
KDOFA I, KDOA II, RLFA 2000, SRFKA, DLA(K) 23-12, LFA, VF, VFA, MTF
ausgerückte Mannschaft: 30
Gesamteinsatzleiter: BR Josef Tschematschar
Während der laufenden Sturmeinsätzen wurde der Löschzug Bad Dürrnberg und die Hauptwache Hallein am 22. Dezember 2023 um 18:54 Uhr zu einem Kaminbrand im Ortsteil Plaik am Dürrnberg alarmiert.
Bei Eintreffen des Löschzuges Bad Dürrnberg konnte ein Kaminbrand bestätigt werden. Die Einsatzkräfte führten umgehend, zum Teil mit schwerem Atemschutz, eine genaue Erkundung im Gebäude sowie am Dach durch.
Eine Person wurde mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung vom Roten Kreuz versorgt. Der Löschzug Bad Dürrnberg blieb bis zum Eintreffen des verständigten Kaminkehrers vor Ort. Die Kräfte der Hauptwache konnten kurz darauf wieder einrücken.
Eingesetzte Kräfte:
Löschzug Bad Dürrnberg
TLFA 3000, LFA
Ausgerückte Mannschaft: 18
Einsatzleiter: BI Manfred Schörghofer
Hauptwache Hallein
KDOA II, TLFA 3000, DLA(K) 23-12, LFA
ausgerückte Mannschaft: 26
Gesamteinsatzleiter: BR Josef Tschematschar
Weiters:
Rotes Kreuz Hallein
Polizeiinspektion Hallein
Rauchfangkehrer
Aufgrund des starken Sturms wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hallein in der Nacht vom 21. Dezember auf den 22. Dezember 2023 zu mehreren Einsätzen gerufen.
Die diensthabende Bereitschaft 2 wurde am Donnerstag, den 21. Dezember 2023 um 23:18 zum ersten umgestürzten Baum auf der Wiestal Landesstraße alarmiert.
Kurz darauf wurden weitere Einsatzstellen gemeldet, unteranderem ein teilweises abgedecktes Dach, worauf die Bereitschaft 3 zur Unterstützung nach alarmiert wurde. Nachdem die Kräfte dort angekommen waren, versuchte man das Dach mittels einer Plane provisorisch abzudecken. Aufgrund der hohen Windgeschwindigkeit musste der Einsatz jedoch wieder abgebrochen werden. Die Sicherheit der Einsatzkräfte wäre nicht mehr gewährleistet gewesen.
Das Dach wurde dann am Freitagvormittag mit Planen abgedeckt, um ein weiteres Eindringen von Wasser in das Haus weitgehendst zu verhindern. Außerdem wurden noch einige andere Einsatzstellen wie umgestürzte Bäume, lose Gegenstände an Dächern und ähnliches abgearbeitet. Die Kräfte der Feuerwehr standen ca. bis 21:00 Uhr im Einsatz und haben dabei insgesamt 11 Einsatzstellen im Stadtgebiet abgearbeitet.
Zudem wurde die BAWZ-Gruppe alarmiert, um die Notrufe und die Koordination für den Bezirk Tennengau von der LAWZ Salzburg zu übernehmen.
Derzeit sind die Einsatzkräfte auf Rufbereitschaft.
Eingesetzte Kräfte:
KDOFA I, KDOA II, RLFA 2000, SRFKA, DLA(K) 23-12, LFA, VF
ausgerückte Mannschaft: 26
Gesamteinsatzleiter: BR Josef Tschematschar
Zu einem Wohnungsbrand in der Winklerstraße wurde die Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Hallein am 10. Dezember 2023 um 18:03 Uhr, wobei einige Personen verletzt wurden, gerufen.
Lage bei Eintreffen
Beim Eintreffen des Einsatzleiters stellte sich die Situation wie folgt dar: Starke Rauchentwicklung war aus einer Wohnung im 1. Obergeschoss feststellbar. Die Wohnungstüre wurde bereits von aufmerksamen Nachbarn aufgebrochen, die erste Löschversuche versuchten, jedoch erfolglos blieben. Das Stiegenhaus war ab dem 2. Obergeschoss stark verrauch und mehrere Bewohner befanden sich noch in ihren Wohnungen. Um genügend Atemschutztrupps zur Verfügung zu haben, wurde das Tanklöschfahrzeug 2 nach beordert.
Vier Personen wurden aufgrund der starken Rauchentwicklung vom Roten Kreuz vor Ort erstversorgt, davon wurden zwei Personen zur weiteren Abklärung in das Krankenhaus abtransportiert.
Durchgeführte Einsatzmaßnahmen
Sofort wurde der Atemschutztrupp (AS-Trupp) des Tanklöschfahrzeuges 1 aufgefordert, mittels C-Hohlstrahlrohr und Schlauchloop zur Brandwohnung vorzudringen. Vom AS-Trupp wurde zuerst ein Rauchvorhang vor der Brandwohnung angebracht, um eine weitere Rauchverschleppung zu verhindern. Dadurch konnte mittels Drucklüfter das Stiegenhaus schnellstens entraucht werden. Währenddessen der AS-Trupp des Tank 1 in der Wohnung die Brandbekämpfung durchführte, wurde vom AS-Trupp des Rüstlöschfahrzeuges das restliche Treppenhaus kontrolliert und evakuierte etliche Bewohner, wo die Gefahr bestand, dass Rauch in die Wohnungen eindringt. Weitere Bewohner in den oberen Stockwerken, wo keine Gefahr eines Raucheintritts in die Wohnungen bestand, wurden vom Atemschutztrupp betreut und in den Wohnungen belassen. Durch die Drehleiter wurde eine Anleiterbereitschaft bei dem zur Wohnung dazugehörenden Balkon hergestellt.
Weiterer Einsatzverlauf
Durch den AS-Trupp des Tanklöschfahrzeuges 2 wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt. Nach den Löscharbeiten wurden durch den Brandursachenermittler der Polizei die ersten Ermittlungen aufgenommen. Nach Freigabe der Brandwohnung wurde die Brandwohnung mittels Wärmebildkamera kontrolliert und letzte Glutnester abgelöscht. Brandschutt wurde nach unten ins Freie gebracht. Des Weiteren wurden sämtliche Wohnungen, wo ein Raucheintritt vermutet wurde, kontrolliert und den Mietern übergeben. Die Einsatzkräfte konnten nach ca. 3 Stunden in die Feuerwehr einrücken.
Ermittlung zur Brandursache
Noch während des Einsatzes wurden Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ermittelt wird in alle Richtungen. Aus derzeitiger Sicht kann zur Brandursache noch nichts gesagt werden.
Eingesetzte Kräfte:
KDOFA I, TLFA 3000, DLA(K) 23-12, RLFA 2000, TLFA 4000, VFA
ausgerückte Mannschaft: 31
Einsatzleiter: BR Josef Tschematschar
Weiters:
Rotes Kreuz Hallein mit Einsatzleiter
Polizeiinspektion Hallein mit Brandursachenermittler