Am Dienstag, den 12.11.2019 wurde die Hauptwache Hallein um 03:45 Uhr zu einem LKW-Brand in den Baustellenbereich auf die Tauernautobahn A10 alarmiert.
Da sich bereits ein langer Stau vor der Einsatzstelle gebildet hat, war die Anfahrt zum Einsatzort besonders schwierig, deshalb wurde während der Anfahrt vom Einsatzleiter zusätzlich noch die Feuerwehr Puch nach alarmiert.
Beim Eintreffen des Einsatzleiters wurde ein Reifenbrand bei einer Zugmaschine eines Sattelzuges, der bereits durch den Fahrer gelöscht werden konnte, vorgefunden.
Die Feuerwehr aus Puch konnte somit kurz darauf wieder einrücken. Die Feuerwehr Hallein kümmerte sich unverzüglich mit der Absicherung der Einsatzstelle. Da sich die Zugmaschine durch den Reifenbrand in einer gewissen Schräglage befand und durch eine Undichtheit des Tankdeckels Dieselkraftstoff austrat, musste dieser entsprechend aufgefangen und gebunden werden. Es wurden auch ca. 30 Liter des Kraftstofftankes abgepumpt um den weiteren Kraftstoffaustritt zu unterbinden.
Nachdem die ASFINAG und die Autobahnpolizei an der Einsatzstelle eingetroffen sind, wurde die Einsatzstelle übergeben und die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten nach etwa 2 Stunden einrücken.
Gleichzeitig mit dem Abrücken der Einsatzkräfte der Feuerwehr ist das Abschleppunternehmen eingetroffen, welches das Fahrzeug abgeschleppt hat. Für die Dauer des Einsatzes und der Aufräumungsarbeiten erfolgt eine Totalsperre der A10.
Einsatzdaten FF Hallein
Eingesetzte Kräfte:
KDOA I, KDOA II, VRFA, VRF - Garage, SRFKA, TLFA 4000, TLFA 3000, OFK
ausgerückte Mannschaft: 28
Einsatzleiter: BR Josef Tschematschar
Weiters:
Autobahnpolizei Anif
Rotes Kreuz
ASFINAG
Abschleppunternehmen
Am Sonntag, den 10. November 2019 wurde die Feuerwehr Hallein um 02:38 Uhr zu einer Personenrettung in das Krankenhaus Hallein alarmiert.
Beim Eintreffen des Einsatzleiters wurde festgestellt, dass ein Patient in einem Krankenzimmer so gestürzt war, sodass sich das Krankenhauspersonal keinen Zutritt in das Zimmer verschaffen konnte.
Mittels Drehleiter wurde sich ein Zugang von Außen nach Abstimmung mit der Ärztin in das Zimmer verschafft. Die Besatzung der Drehleiter stieg über das Fenster in das Zimmer ein und konnte den Patienten soweit von der Tür wegbewegen, damit das Personal der Halleiner Klinik in das Zimmer konnte, um den Patienten schnellstmöglich zu versorgen.
Die Einsatzkräfte konnten nach etwa einer halben Stunde wieder einrücken.
Einsatzdaten FF Hallein
Eingesetzte Kräfte:
KDOA I, KDOA II, RLFA 2000, SRFK-A, DLA (K) 23-12, OFK
ausgerückte Mannschaft: 17
Einsatzleiter: BR Josef Tschematschar
Weiters:
Stadtpolizei Hallein
Am 17. Oktober 2019 wurde der Löschzug Bad Dürrnberg um 06:03 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Wasserschaden“ alarmiert. Umgehend rückten „Tank Dürrnberg“ und „Pumpe Dürrnberg“ zur Einsatzstelle aus.
Durch ein technisches Gebrechen war der Küchenbereich einer Privatklinik teilweise mit Wasser überschwemmt. Die Mannschaft des Löschzuges begann mit Besen und Gummilippen das Wasser aus allen Bereichen in einen Rigol zu leiten. Durch den schnellen Einsatz konnten weitere Schäden vermieden werden und nach kurzer Zeit war der Einsatz für den Löschzug somit beendet.
In den frühen Morgenstunden des 04. Oktober 2019 brach im Schulgebäude des Christlichen Jugenddorfes auf der Buchenhöhe in Berchtesgaden ein Brand aus, welcher aufgrund seiner Ausbreitung und Dimension eine Alarmierung des Löschzuges Bad Dürrnberg und der Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Hallein nach sich zog. Nachdem um 02:40 Uhr mehrere Notrufe bei der integrierten Leitstelle in Traunstein einlangten und die örtlich zuständigen Feuerwehren alarmiert wurden, konnte relativ rasch der Vollbrand der Schule bestätigt werden.
Um 02:53 Uhr bzw. 02:56 Uhr wurden der Löschzug Bad Dürrnberg und die Hauptwache der Stadt Hallein durch die LAWZ Salzburg, aufgrund bei der ILS Traunstein hinterlegten Alarmierungspläne mit dem entsprechenden Alarmstichwort „Brand Überörtlich“, in das benachbarte Berchtesgaden alarmiert. Nach dem Eintreffen der beiden Einheiten wurden diese den entsprechenden Einsatzabschnittsleiter zugeteilt und unterstützten die bereits angelaufenen Löschmaßnahmen, im Innen- und Außenangriff sowie von der Drehleiter.
Gemeinsam mit den Bayerischen Kameraden wurde versucht, Gebäudeteile zu halten und ein weiteres Übergreifen des Brandes zu verhindern. Ein schwieriges Unterfangen, da sich der Brand auch im Inneren und in den Zwischendecken sehr rasch ausbreitete.
Über die Drehleiter und durch Atemschutztrupps wurde versucht, die Dachkonstruktion zu öffnen und mit gezielten Löschmaßnahmen den Brandverlauf einzugrenzen. Dies gelang jedoch nur bedingt, da sich der mit großem Volumen austretende heiße Brandrauch immer wieder entzündete. Zu dem wurde die Gebäudekonstruktion durch die massive Brandeinwirkung entsprechend geschwächt, mit dem Ergebnis, dass man sich immer wieder zurückziehen musste und um die Flammen aus gesicherter Position zu löschen.
Schwierige Löschwasserversorgung
Die Löschwasserversorgung gestaltete sich für die Einsatzleitung als weitere Herausforderung. Neben den dort befindlichen Hydrantennetz wurden die Tanklöschfahrzeuge vom Schwimmbad des Schulgebäudes versorgt. Da das vorrätige Löschwasser nicht ausreichte wurden weitere Tanklöschfahrzeuge, unteranderem eines aus Hallein für den Tankpendelverkehr nach alarmiert.
Weiterer Einsatzverlauf
Aufgrund des umfangreichen Atemluftverbrauches des Löschzug Bad Dürrnberg und der Hauptwache wurde um 4 Uhr Früh unser Atemschutzfahrzeug nachgefordert. Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte, wurden ab 8 Uhr Früh erste Kräfte vom Bad Dürrnberg und Hallein herausgelöst. Ab diesem Zeitpunkt galt es Glutnester hauptsächlich aufgrund der herrschenden Einsturzgefahr von der Drehleiter aus, ab zu löschen. Für die letzten Kräfte des Löschzuges Bad Dürrnberg und der Hauptwache der Stadt Hallein endete der Einsatz gegen 12 Uhr Mittag.
Ermittlung zur Brandursache
Noch am selben Tag wurden Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamtes zur Brandursache aufgenommen. Ermittelt wurde in allen Richtungen. Bis dato konnte jedoch keine konkrete Aussage für die Ursache des Brandes getätigt werden.
Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Hallein
KDOA I, TLFA 3000, DLA(K) 23-12, TLFA 4000, ASF, MTF
ausgerückte Mannschaft: 26
Einsatzleiter: BR Josef Tschematschar
Löschzug Bad Dürrnberg
TLFA 3000, LFBA
ausgerückte Mannschaft: 18
Einsatzleiter: BI Manfred Schörghofer
Weiters:
FF Berchtesgaden - Hauptwache
FF Berchtesgaden - Au
FF Berchtesgaden - Maria Gern
FF Königsee
FF Schönau
FF Bischofswiesen
FF Marktschellenberg
FF Marktschellenberg - Scheffau
FF Ramsau
FF Bayerisch Gmain
FF Bad Reichenhall
FF Freilassing
THW OV BGL
BRK BGL
Malteser Hilfsdienst
Polizei Berchtesgaden
Kriminalpolizei
Wasserwerk Markt Berchtesgaden
Bericht: V Alexander Hofer und BR Josef Tschematschar