Zu Aufräumungsarbeiten durch einen Verkehrsunfall auf der B159 wurde die diensthabende Bereitschaft 1 der Hauptwache Hallein am 06. Jänner 2022 um 20:32 Uhr von der Polizei alarmiert.
Beim Eintreffen des Einsatzleiters wurde eine entsprechende Ölspur von etwa 200 Meter vorgefunden. Die Besatzungen des Vorausfahrzeuges und des Rüstlöschfahrzeuges kümmerten sich um die Absicherung der Unfallstelle sowie das Binden der ausgelaufenen Betriebsmittel des beschädigten Fahrzeuges.
Durch die Polizei konnte herausgefunden werden, dass der Lenker des Fahrzeuges eine Verkehrsinsel rammte. Trotz der schweren Beschädigungen am Fahrzeug fuhr der Lenker etwa 600 Meter weiter, wo er sein Fahrzeug dann am Straßenrand abgestellt habe. Der Fahrer war am Unfallort nicht auffindbar. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.
Die Einsatzkräfte konnten nach etwa einer Stunde wieder in die Zeugstätte einrücken.
Eingesetzte Kräfte:
KDOFA I, VRFA-Garage mit Öleinsatzanhänger, RLFA 2000
ausgerückte Mannschaft: 10
Einsatzleiter: BI Thoms Krispler
Weiters:
Polizeiinspektion Hallein
Am Sonntag, den 26. Dezember 2021 wurde die Bereitschaft 3 der Hauptwache Hallein um 18:14 Uhr zu einem ausgelösten Brandmelder in ein Produktionsunternehmen alarmiert.
Nach Eintreffen des Einsatzleiters konnte der Melder rasch lokalisiert werden. Es handelte sich um einen Melder in einem Kompressorraum.
Bei der Erkundung wurde eine entsprechende Rauchentwicklung wahrgenommen.
Die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges belüftete den Raum mittels Drucklüfter und kontrollierte den Raum mithilfe einer Wärmebildkamera.
Die Einsatzkräfte konnten kurz darauf wieder einrücken.
Eingesetzte Kräfte:
KDOFA I, TLFA 3000, DLA(K) 23-12
ausgerückte Mannschaft: 13
Einsatzleiter: BI Arno Kropf
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Rotes Kreuz
Polizeiinspektion Hallein
Am Stephanitag den 26. Dezember 2021 wurde der Löschzug Bad Dürrnberg in den frühen Abendstunden zu einer Fahrzeugbergung auf einer Abzweigung der Dürrnberger Landesstraße zu einer Gemeindestraße alarmiert. Umgehend rückten die Kräfte des Löschzuges mit der Pumpe Dürrnberg und dem Tank Dürrnberg zur Einsatzstelle aus. Sofort nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle wurde das von der Straße abgekommene Fahrzeug gesichert um so eine noch im Fahrzeug verbliebene Person welches sich nicht selbständig aus dem Fahrzeug bewegen konnte zu Retten. Gottseidank blieben Fahrer als auch Beifahrer unverletzt.
Durch geschulte Verkehrsregler des Löschzuges wurde des weiteren die Einsatzstelle abgesichert, im Laufe des Einsatzes musste die Straße teilweise komplett gesperrt werden.
In weiterer Folge wurde das Fahrzeug mittels Hubzug am Tanklöschfahrzeug gesichert und mit der Einbauseilwinde der Pumpe Dürnberg wieder auf die Straße gezogen.
Nach Abschluss der Bergearbeiten wurde die Einsatzstelle sowie das verunfallte Fahrzeug mittels HD gereinigt.
Somit konnten die Kräfte des Löschzuges wieder einsatzbereit in die Zeugstätte einrücken.
Eingesetzte Kräfte:
LFB-A, TLFA 3000
Einsatzleiter: BI Manfred Schörghofer
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Polizeiinspektion Hallein
In den Morgenstunden des 02.11.2021 kam es im Werk 1 der Firma Schlotterer in Adnet im Zuge von Manipulationsarbeiten mit einem Flurförderfahrzeug zur Beschädigung mehrerer IBC Behälter, (= Intermediate Bulk Container, große quaderförmige Behälter für flüssige und rieselfähige Stoffe) befüllt mit Diphenylmethan - Diisocyanat, dass unter Zugabe weiterer Stoffe der Herstellung von speziellen Füllmitteln zur Erzeugung von Sonnenschutzlamellen dient. Infolge der Beschädigungen an mehreren 1000 Liter fassenden IBC Behältnissen kam es zum Austritt des Stoffes. Anwesende Mitarbeiter versuchten umgehend erste Schritte zur Schadensdezimierung einzuleiten. Bindemitteln wurden aufgebracht und versucht die Behältnisse abzudichten. Diese Maßnahmen führten nicht zum gewünschten Erfolg, sodass gegen 08:15 Uhr die Feuerwehr Adnet alarmiert wurde. Nach Ersterkundung des Einsatzleiters OFK Adnet HBI Wolfgang Gimpl wurden sofort umfassende Maßnahmen getroffen und in weiterer Folge die Alarmierung des Gefahrgutzuges Tennengau, bestehend aus den Feuerwehren Hallein, Abtenau, Oberalm und der Betriebsfeuerwehr Austrocel Hallein sowie die Verständigung des Landeschemikers und der Bezirkskatastrophenschutzbeauftragten Tennengau über die LAWZ Salzburg veranlasst. Die Berufsfeuerwehr Salzburg traf in den Mittagsstunden mit zwei erfahrenen Einsatzoffizieren und einem speziellen Messgerät ein, um die Einsatzmaßnahmen unterstützen zu können. Weiters wurden das Rote Kreuz und die Polizei über den Betriebsunfall in Kenntnis gesetzt. Nach Eintreffen aller Einsatzkräfte und Durchführung einer Lagebesprechung vor Ort wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet und mehrere Trupps in Schutzstufe 2 sowie mit ABEK Kombinationsfiltern ausgerüstet, um in der Werkshalle unter Zuhilfenahme von Chemikalienbindemitteln, Chemikalienbindevlies und der ELRO Gefahrgutpumpe mit der Beseitigung des ausgetretenen Stoffes starten zu können. Die getroffenen Entscheidungen und damit verbundenen Maßnahmen erwiesen sich zwar als anstrengend, aufwändig und zeitintensiv, führten jedoch nach und nach zum gewünschten Einsatzerfolg. Parallel wurde unter Einsatz von Gefahrgutfasspumpen die beschädigten IBC Container umgepumpt. Damit den eingesetzten Trupps in der Werkhalle alle notwendigen Werkzeuge und Mitteln zur Verfügung standen, kam es im Außenbereich zu teilweise logistischen Meisterleistungen. Aus dem Stützpunktlager des Bezirkes Tennengau in Hallein und dem Feuerwehrhaus Adnet wurden mehrere Fässer und Behältnisse bereitgestellt und zum Einsatzort verbracht. Nach dem Abschluss der sechsstündigen andauernden Arbeiten mussten noch sämtliche Gerätschaften und Einsatzmitteln gereinigt werden. Kontaminierte Einsatzmittel, wie die verwendeten Schutzanzüge und Filter wurden fachgerecht verpackt und einer speziellen Entsorgung zugeführt. Seitens des Einsatzleiters Gefahrgut und Bezirksbeauftragten Gefahrgut und Messdienst OVI Gerald Lindner und allen Führungskräften kann ein positives Resümee gezogen werden. Der Einsatzerfolg konnte nur durch die perfekte und zielstrebige Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte realisiert werden. Ein Dank gilt allen anwesenden Einsatzkräften.
Diphenylmethan – Diisocyanat ist ein giftiger bzw. schwach giftiger Stoff mit erdigem, muffigem Geruch. Giftige Dämpfe dürfen nicht eingeatmet werden. Bei Vermengung mit Wasser kann es zur Stoffzersetzung kommen. Eine Gefahr für Umwelt und Anrainer bestand zu keinem Zeitpunkt. Die Ermittlung des genauen Unfallhergangs ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Text und Bilder: OVI Pasquale Ascione
Eingesetzte Kräfte Feuerwehr:
FF Adnet
TLFA 4000, LFA, MTFA, VF
Ausgerückte Mannschaft: 27
Gesamteinsatzleiter: HBI Wolfgang Gimpl (OFK FF Adnet)
FF Hallein
KDOFA I, KDOA II, TLFA 4000, GSFA, ASF, VF, OFK
Ausgerückte Mannschaft: 19
Einsatzleiter: BR Josef Tschematschar
BTF AstroCel
RLFA 2000, VFA
Ausgerückte Mannschaft: 9
Einsatzleiter: BI Roland Rettenbacher
FF Abtenau
TLFA 3000, MTFA
Ausgerückte Mannschaft: 12
Einsatzleiter: OBI Martin Zorec
Weiters:
BFK Tennengau OBR Markus Kronreif
BF Salzburg mit speziellem Messgerät
Rotes Kreuz
Polizei
Landeschemiker Salzburg
Bezirkshauptmannschaft Hallein