Am Vormittag des 18. April 2022 brach im Dachstuhl eines Zweifamilienhauses in Bad Vigaun ein Brand aus. Eine Nachbarin hat das Feuer bemerkt und verständigte die Feuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Vigaun wurde um 09:52 Uhr von der Landes- Alarm- und Warnzentrale zum Einsatzort alarmiert.
Alarmstufenerhöhung
Bereits um 09:57 Uhr wurde auf Alarmstufe 2 erhöht und somit die Hauptwache Hallein mit einem Löschzug alarmiert. Bereits während der Anfahrt, der Halleiner Kräfte wurde vom Einsatzleiter vor Ort OBI Daniel Toferer auf Alarmstufe 3 erhöht. Durch die Alarmstufenerhöhung wurden laut AAO (Alarm- und Ausrückeordnung) die Feuerwehren Kuchl mit dem Löschzug Jadorf, St. Koloman und Oberalm mit dem ELFA (Einsatzleitfahrzeug Tennengau) alarmiert.
Lage beim Eintreffen
Beim Eintreffen des Einsatzleiters der Hauptwache Hallein, BR Josef Tschematschar, wurde durch die Feuerwehr Bad Vigaun bereits ein Außenangriff im Bereich der Süd-Westseite gestartet. Zu dem Zeitpunkt war bereits klar, dass sich keine Personen mehr im Haus befinden. Der Halleiner Ortsfeuerwehrkommandant übernahm nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter den Einsatzabschnitt Ost.
Einsatzverlauf
Durch den Einsatzabschnittskommandanten Ost wurde an den Atemschutztrupp des Tanklöschfahrzeuges 2 Hallein der Befehl „Innenangriff in den Dachboden mit einem C-Rohr vor“ durchgegeben. Durch die hohen Temperaturen, welche im Dachboden bereits herrschten, war die Dachbodenklappe bereits sehr verzogen, dadurch benötigte es etwas an Zeit die Klappe zu öffnen. Als diese geöffnet war, rückte der Atemschutztrupp in den Dachboden vor und begann mit dem Löschangriff. Zur Unterstützung wurde ein weiterer Atemschutztrupp des Löschfahrzeuges (Pumpe) Hallein mit einem weiteren C-Rohr in den Dachboden beordert.
Inzwischen der Innenangriff im Gange war wurde auch die Drehleiter an der Ostseite positioniert und für die Dachöffnung und einen Löschangriff von oben aufgestellt. Die restliche Besatzung der Pumpe Hallein errichtete bei einem nahegelegenen Löschwasserbehälter eine Saugstelle und eine Zubringerleitung zum Tanklöschfahrzeug 2 Hallein. Auch ein Atemschutzsammelplatz wurde von der Besatzung des Atemschutzfahrzeuges Tennengau aufgebaut. Für den Transport der Atemschutzflaschen wurde das Mannschaftstransportfahrzeug Hallein angefordert.
Die Feuerwehren Kuchl und Bad Vigaun führten weitere Löschangriffe von der West- und Südseite durch. Die Feuerwehr St. Koloman unterstützte die Feuerwehr Hallein auf der Ostseite mit einem weiteren Atemschutztrupp im Innenangriff. Die Feuerwehr Oberalm errichtete eine örtliche Einsatzleitung und unterstützte bei der Lageführung und der Dokumentation.
Durch die gute Zusammenarbeit der vielen Einsatzkräften konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Nachbargebäude verhindert werden. Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht wurde, konnten die Atemschutztrupps schrittweise zurückgezogen werden.
Abschließende Arbeiten
Abschließend wurde der Brandherd mittels Wärmebildkamera, unteranderem von der Drehleiter aus, kontrolliert, um letzte Glutnester zu lokalisieren. Mithilfe von Schanzwerkzeugen wurden die Glutnester geöffnet und abgelöscht. Für den Schlauchtransport wurde das Versorgungsfahrzeug 2 Hallein mit einem Anhänger angefordert.
Ermittlung zur Brandursache
Noch während des Einsatzes wurden Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ermittelt wird in allen Richtungen.
Kontrollarbeiten nach Einsatz
Für die Feuerwehr Hallein war der Einsatz gegen 13:00 Uhr beendet. Die Feuerwehr Bad Vigaun kümmerte sich um weitere Ausräum- und Abdeckarbeiten des Dachstuhls.
Einsatzkräfteübersicht: 182 Mitglieder der Feuerwehr mit 20 Fahrzeugen
Feuerwehr Bad Vigaun
TLFA 4000, KLFA, MTFA
ausgerückte Mannschaft: 45
Gesamteinsatzleiter: OBI Daniel Toferer (OFK Bad Vigaun)
Feuerwehr Hallein
KDOFA I, KDOA II, TLFA 4000, DLA(K) 23-12, LFA, ASF Tennengau, VFA + Anhänger, MTF
ausgerückte Mannschaft: 29
Einsatzabschnittsleiter Wohnhaus Seite Ost: BR Josef Tschematschar (OFK Hallein)
Feuerwehr Kuchl mit Löschzug Jadorf
KDOFA, TLFA 3000, LFA, KLFA Jadorf, LFWA 1000 Jadorf
ausgerückte Mannschaft: 60
unter der Führung von ABI Gerhard Scherfl (OFK Kuchl)
Feuerwehr St. Koloman
RLFA 3000, LFA, MTF
ausgerückte Mannschaft: 38
unter der Führung von BI Robert Weiss (OFK-Stv. St. Koloman)
Feuerwehr Oberalm
ELFA Tennengau
ausgerückte Mannschaft: 6
unter der Führung von HBI Christoph Pongratz (OFK Oberalm)
Weiters:
Landesfeuerwehrkommandant: LBD Günter Trinker
Bezirksfeuerwehrkommandant: OBR Markus Kronreif
Abschnittsfeuerwehrkommandant: 2 BR Rupert Unterwurzacher
Abschnittsfeuerwehrkommandant: 3 BR Josef Tschematschar
Abschnittsfeuerwehrkommandant: 1 BR Gerald Ribitsch
Rotes Kreuz Hallein mit 3 Fahrzeugen
Polizeiinspektion Hallein & Brandursachenermittler mit 2 Fahrzeugen
Flugeinsatzstelle Salzburg mit einem Hubschrauber
Bürgermeister Bad Vigaun: Friedrich Holztrattner
Am Montag, den 11. April 2022 wurde die diensthabende Bereitschaft 5 um 21:33 zu einer Tierrettung in den Ortsteil Mitterau alarmiert.
Eine Katze befand sich nach Angaben der Anruferin bereits über 40 Minuten auf einem Dach. Die Katze wurde über die Drehleiter vom Dach gerettet und in die Tiertransportbox verbracht.
Nachdem die Katze über Nacht in der Feuerwehr verblieben ist, wurde sie am Dienstag an das Tierheim Hallein übergeben.
Eingesetzte Kräfte:
KDOA II, DLA(K) 23-12, MTF
ausgerückte Mannschaft: 5
Einsatzleiter: BI Sebastian Wass
Zu einem Containerbrand am Recyclinghof in Gamp wurde die Hauptwache Hallein am 09. April 2022 um 11:16 Uhr von der Landes- Alarm- und Warnzentrale alarmiert.
Beim Eintreffen des Einsatzleiters war eine starke Rauchentwicklung aus einer Müllpresse sichtbar. Der Atemschutztrupp des Tanklöschfahrzeugs 1, welcher sich bereits während der Anfahrt ausrüstete, führte umgehend einen Löschangriff mit einem HD-Rohr durch. Mittels Schanzwerkzeigen wurde die Brandlast im Container durchmischt.
Der Atemschutztrupp des Tanklöschfahrzeugs 2 stellte den Sicherungstrupp und baute gleichzeitig den Schaum Schnellangriff als zweite Angriffsleitung auf. In der Zwischenzeit wurde durch den Einsatzleiter der Wirtschaftshof für das Entleeren des Containers verständigt.
Nach Eintreffen des Wirtschaftshofes wurde der Container entleert. Die Brandlast wurde mittels Netzmittel nochmals nachgelöscht. Mit einer Wärmebildkamera wurden letzte Glutnester lokalisiert und abgelöscht.
Als die letzten Nachlöscharbeiten durchgeführt wurden und alle Einsatzgeräte wieder auf den Fahrzeugen versorgt worden sind, konnten die Einsatzkräfte nach einer guten Stunde wieder einrücken.
Eingesetzte Kräfte:
KDOA I, KDOA II, TLFA 3000, TLFA 4000, DLA(K) 23-12, RLFA 2000
ausgerückte Mannschaft: 24
Einsatzleiter: BI Sebastian Wass
Weiters:
Polizeiinspektion Hallein
Wirtschaftshof Hallein
Am Freitag, 18.03.2022 um 08:45 Uhr wurde der Leiter des Tauchdienstes von der BAWZ Tennengau telefonisch über eine Anforderung des Tauchdienst informiert.
Nach kurzer Absprache mit dem Dienstführer wurde eine Erkundung vor Ort im Beisein der Hausverwaltung und des Reinhalteverbandes Tennengau Nord durchgeführt.
Hierbei stellte sich heraus das die Hausverwaltung des Objektes am Rainerkai den Regenwasserabfluss von einer Spezialfirma reinigen ließ. Beim Reinigen des Regenwasserabfluss mittels Spülgerät verfing sich der Schlauch samt Spülspitze im Ausfluss in die Salzach und steckte somit fest.
Es gelang der Spezialfirma nicht mehr den Hochdruckschlauch aus dem Kanalsystem zu entfernen und somit blieb nur mehr das Kappen des Schlauches als letzte Option.
Die sorge der Hausverwaltung bestand darin das bei einem Hochwasserstand der Salzach das Wasser wieder in das Objekt gedrückt werden kann.
Der Tauchdienst der Feuerwehr Hallein machte sich am Nachmittag mit dem Jet-Boot und einem Schwimmertrupp sowie mit einem Tauchtrupp zur Suche des Regenwasserkanals auf.
Dabei wurde am Vormittag der Suchbereich bereits eingegrenzt.
Nach kurzer Suche gelang es der Bootsbesatzung bzw. dem Schwimmertrupp den Ausfluss in ca. 1,5m Wassertiefe zu lokalisieren.
Der Schwimmertrupp stieg ins Wasser und versuchte den Reinigungsschlauch zu fassen was auch nach ein paar Versuchen gelang.
Der Reinigungsschlauch konnte durch die Kräfte auf der Salzach anschließend entfernt werden.
Nach ca. 1,5 Stunden konnten die Kräfte wieder ins Feuerwehrhaus einrücken und die Einsatzbereitschaft herstellen.
Eingesetzte Kräfte:
MTF mit Tauchdienstanhänger, VFA, Jet-Boot
Ausgerückte Mannschaft: 8
Einsatzleiter: BI Sebastian Wass