Feuerwehr-Notruf 122
 

Home

Wednesday 09. Feb 2011 03:00

Silobrand in der Fa. Leube

Zu einer wahren Materialschlacht entwickelte sich ein vorerst ?harmloser? Brand in einem Kohlestaubsilo am Gelände der Fa. Leube im Stadtteil Hallein-Gartenau. Für die FF Hallein und den LZ Niederalm bedeutet dies den An fang eines elfstündigen Einsatzes welche die Kräfte an bis aufs Äusserste forderte.

Alarmierung:

Durch bisher unbekannter Ursache kam es aufgrund Reinigungsarbeiten am Kohlestaubsilo des Zementwerkes Leube in Hallein Gartenau zu einem Brand welcher rasch eine entsprechende Rauchentwicklung nach sich zog.

Durch Betriebsangehörige erfolgte die Alarmierung mittels Notruf 122 an die LAWZ Salzburg, um 16.17 Uhr erfolgte die Alarmarmierung mittels Funkmeldeempfänger für die FF Hallein/Hauptwache. Knapp drei Minuten später rückte KDO und TLF 1 Hallein aus, gefolgt von TLF 2, Pumpe 1 und Leiter Hallein. In dieser Erstphase rückten 29 Einsatzkräfte nach Gartenau ab.
Nach dem Eintreffen von KDO Hallein mit Einsatzleiter BR Otto Miller (OFK Hallein/16.27 Uhr) und einer ersten Unterweisung des BSB Klaus Lugstein (gleichzeitig auch OFK-Stv. Anif-Niederalm und LZKdt. des LZ Niederalm) wurden Einsatzabschnitte gebildet. Mit dem Schlüssel aus dem Kommandofahrzeug wurde durch BO BR Matthias Milles sofort das werkseigenen Tor zur Königseeache geöffnet, durch dieses erfolgte die Anfahrt der restlichen Kräfte der FF Hallein-Hauptwache.

Weitere Einsatzentwicklung:

Die Besatzung des ebenfalls eingetroffenen Tank 1 Hallein (TLFA 3000) rüstete sich bereits an der Anfahrt mit schweren Atemschutz aus und nahm sofort eine C-Leitung im Innenangriff vor. Durch die Besatzung des kurz darauf eingetroffenen zweiten Tanklöschfahrzeuges (TLF-A 4000) wurde ebenfalls ein weiteres C-Rohr mit Schaum Schnellangriff über die bereits in Stellung gegangene Drehleiter (DLK 23-12) vorgenommen. Dieser Löschangriff erfolgte ebenfalls unter schweren Atemschutz.
Um 16.32 Uhr erfolgte die erste Rückmeldung des EL an die BAWZ ?Florian Tennengau? und der Befehl einen 2. Alarm für die Hauptwache auszulösen und ein zweites Löschfahrzeug (LFA/Pumpe 2 Hallein) nachrücken zu lassen sowie den LZ Niederalm der FF Anif-Niederalm zu alarmieren. Dies auch deshalb, da das Werkgelände direkt an die Gemeindegrenze von Anif-Niederalm angrenzt und somit eine kurze Anfahrt gewährleistet war.

Dramatische Momente:


Während der 1. AS-Trupp in den Innenangriff vorging, der 2. AS-Trupp über die DLK 23-12 einen Innenangriff startete wurde durch die restlichen Kräfte eine Beleuchtung direkt vor dem Eingang zum Kohlesilo aufgebaut. Im Hintergrund heulten die Sirenen in Niederalm als durch den Löschangriff des 2. AS-Trupp am Eingang in Höhe der 3. Ebene des Silos es zu einer entsprechende Aufwirbelung des Kohlestaubes und in weiterer Folge es im Erdgeschoss zu einer Staubexplosion kam. Diese Staubexplosion überrollte im wahrsten Sinne des Wortes den eingesetzten AS-Trupp, durch die auftretenden pulsierende Rauchentwicklung (Lokomotiveffekt!) im Eingangsbereich wurden die vor dem Eingang sich befindlichen Feuerwehrleute innerhalb einer Sekunde in ein ?Flammenmeer? gehüllt. Die Staubexplosion rollte ca. sechs bis sieben Meter über die Feuerwehrmannschaft hinweg, die Entwicklung des pulsierenden Rauches wurde durch den Einsatzleiter zwar Sekundebruchteile vorher wahrgenommen und auch der Befehl des Rückzuges eingeleitet, jedoch war die Rauchexplosion schneller.
Durch die Flammenbeaufschlagung wurde ein junger Feuerwehrmann an Gesicht und Händen sowie ein Firmenangehöriger dieser hatte die normale Firmenbekleidung inkl. Helm auf in unmittelbarer Nähe des Einganges voll von den Flammen eingeschlossen. Der Firmenmitarbeiter erlitt dabei Verbrennungen 2. Grades, die sofortige Kühlung mittels C-Rohr übernahm ein weiterer Bereitschaftsoffizier der Hauptwache (BI Gerhard Wellek).
Auch der stv. Ortsfeuerwehrkommandant HBI Rudolf Strobl (dieser hatte nur seine ?alte? Einssatzbekleidung aus dem Privat-PKW an) erlitt Verbrennungen im Gesicht und an den Händen.
Alle anderen Einsatzkräfte (darunter auch EL BR Miller) blieben aufgrund der neuen Einsatzbekleidung ?fast? verschont und erlitten nur leichte Verbrennungen!
Unmittelbar nach diesem Ereignis wurde durch den EL sofort die BAWZ verständigt um zusätzliche Kräfte des RK Hallein nachzualarmieren und einen Notarzt anzufordern.
Gleichzeitig erfolgte der Befehl, den LZ Bad Dürrnberg zu alarmieren um weitere AS-Geräteträger vor Ort bereit zu stellen, das Bezirksatemschutzfahrzeug (Standort: FF Hallein) wurde ebenfalls nachgefordert.

Weiterer Einsatzablauf:


Nach fünf weiteren Minuten trafen weitere neun Einsatzkräfte mit dem LFA Hallein (Pumpe 2 Hallein) am Einsatzort ein und begannen mit dem Aufbau einer Zubringerleitung von der Saugstelle an der Königseeache. Weiters wurde ein 3. AS-Trupp als Einsatzreserve ausgerüstet. In der Zwischenzeit traf auch der LZ Niederalm mit TLF-A 3000 und LFA-B sowie MTF ein, ein weiterer AS-Trupp wurde als Reserve ausgerüstet, die restliche Mannschaft verlegte eine weitere Zubringerleitung von der Königseeache zu TLF 2 Hallein.

Durch das Rote Kreuz wurden zwei weitere Sanka sowie ein NAW in Marsch gesetzt, nach deren Eintreffen erfolgte die Erstversorgung der betroffenen Feuerwehrleute sowie des Firmenangehörigen. In weiterer Folge erfolgte der Abtransport eines Feuerwehrmannes und des Firmenmitarbeiters in die Dermatologie Abteilung des LKH Salzburg.

Immer wieder kam es zu weiteren Staubexplosionen im Inneren des Silos, die Folge waren Flammenaustritte aus verschiedenen Öffnungen des Silos.
Nach dem ?Sammeln? der Einsatzkräfte wurden zwei Schaumangriffe mittels C-Rohr unter schweren Atemschutz vorgenommen.
Seitens der Firmenleitung konnte zu keinem Zeitpunkt die im Silo vorhandene Menge des Kohlestaubes erörtert werden. Durch die starke Rauchentwicklung war eine Sichtung unmöglich, nur zentimeterweise konnten sich die eingesetzten AS-Trupps vorwärts bewegen.

Nach kurzer Beratung über die weitere Vorgehensweise entschloss sich der Einsatzleiter, weitere Sonderkräfte nachzualarmieren. Der für den Bezirk Flachgau bei der FF Eugendorf stationierte Hochleistungslüfter sowie das Löschunterstützungsfahrzeug LUV 60 des Bezirk Tennengau dieses ist bei der FF Golling stationiert wurden um 18.06 Uhr alarmiert.

Umfassender Schaumangriff:

Auf Befehl des Einsatzleiters wurden zusätzliche Schaummittel aus dem Kat-Lager der FF Hallein angefordert, diese wurde mittels LAST Hallein (VF2) innerhalb von 10 Minuten vor Ort verbracht.
Durch die restlichen Einsatzkräfte der beiden Tanklöschfahrzeuge wurde das Be- und Entlüftungsgerät (TLF-A 4000) aufgebaut und über die DLK 23-12 ein Schaumangriff vorbereitet.
Durch den Eingangsbereich wurde ein weiters Schaumrohr (C-Rohr) vorgenommen, zwei weitere C-Rohre/Hohlstrahl zur Kühlung der heißen Brandgase vorgenommen.

Durch das Bezirksatemschutzfahrzeug (Atemschutz Tennengau) wurde mittlerweile ein AS-Sammelplatz aufgebaut, für jeden eingesetzten AS-Trupp war ein AS-Reservetrupp vorhanden.

Nach den Vorbereitungsarbeiten wurde abermals mit einem massiven Schaum/Wasser-Löschangriff unter schweren Atemschutz begonnen, sollte diese Maßnahme nicht von Erfolg gekrönt sein wurde die weitere Vorgehensweise besprochen. Diese sah vor, zuerst den Hochleistungslüfter zum Einsatz zu bringen, sollte auch diese ?Lösch-Version? nicht ausreichend sein wurde der Einsatz des LUV 60 in Betracht gezogen.

In der Zwischenzeit waren auch die Kräfte der FF Golling mit dem LUV 60 und dem TLF-A 3000 sowie dem VRF eingetroffen, die Kräfte der FF Eugendorf mit dem Hochleistungslüfter trafen mit einem LFA an der Einsatzstelle ein und hielten sich in Bereitschaft auf.
Durch die FF Golling wurden zwei weitere AS-Trupps gestellt und zum AS-Sammelplatz beordert.

Durch die Kräfte der Hauptwache Hallein, des LZ Bad Dürrnberg sowie weiterer Kräfte des LZ Niederalm wurden in der Zwischenzeit insgesamt fünf Zubringerleitungen zu den Tanklöschfahrzeugen verlegt. Hier hatte sich der an der Königseeache eingerichtete TS-Aufstellplatz voll bewährt.

Der durchgeführte Schaumangriff brachte augenscheinlich den gewünschten Erfolg, die Rauchentwicklung ging merklich zurück um innerhalb weniger Sekunden sofort wieder anzusteigen. Durch die Beaufschlagung des Kohlestaubes mittels Schaummittel wurde nur vordergründig der Brandverlauf unterbrochen.
Aufgrund der Tatsache, dass erhebliche Mengen an Kohlestaub in den verschiedenen Etagen des Silos gelagert waren kam es immer wieder zu Rauchdurchzündungen mit damit verbundenen Rauchexplosionen.
Da es jedoch die sicherste ?Version? darstellte wurde der Schaumangriff weiter durchgeführt und in den nächsten drei Stunden aufrecht erhalten.

LFK Leo Winter sowie BFK OBR Anton Schinnerl waren ebenfalls vor Ort und unterstützten die Einsatzleitung.

Langwieriger Einsatz:

Immer wieder mussten die eingesetzten AS-Trupps ausgetauscht werden und frische AS-Träger zugeführt werden. Aufgrund der Tatsache, dass ausreichend Geräteträger vorhanden waren kam es hierbei zu keinen Engpässen.
Zeitweise waren drei bis vier AS-Trupps gleichzeitig im Silo im Einsatz, auch wurde ein Wasserwerfer im unteren Bereich des Silos in Stellung gebracht, dieser konnte aber nur geringfügig zum Erfolg beitragen. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass im Inneren des Silos ein umfangreiches ?Gewirr? an Leitungen und Stiegenaufgängen vorhanden war und somit ein umfassendes Besprühen nicht möglich war.
Also war knochenharte Handarbeit angesagt! Immer wieder kam es aufgrund von Staubaufwirbelungen und den immer noch zahlreich vorhandenen Glutnester zu gefährlichen Situationen und entsprechenden Rauchexplosionen bzw. in weiterer Folge zu Verpuffungen.

Weiterer verletzter Feuerwehrmann:
Aufgrund einer solchen Verpuffung wurde um 23.10 Uhr ein Mann eines eingesetzten AS-Trupp der Hauptwache Hallein ebenfalls durch Flammen beaufschlagt und wurde über die DLK 23-12 sofort nach unten verbracht und dem anwesenden Roten Kreuz übergeben.
Gottseidank waren nur geringfügige Verbrennungen feststellbar, sofort wurde aber ein weiterer Reserve-AS-Trupp eingesetzt und die Feuerwehrkameraden abgelöst.

Zu diesem Zeitpunkt war immer ein Bereitschaftsoffizier unmittelbar in der 3. Ebene vor Ort, dies war meistens BR Matthias Milles und in weitere Folge BI Gerhard Wellek.
Während dessen wurde die Zubringerleitung von OBI Walter Bauschenberger beaufsichtigt, immer wieder wechselten sich die leitenden Dienstgrad aber in den Einsatsabschnitten ab.

Durch LZKdt. OBI Klaus Lugstein und EL BR Otto Miller wurde mehrmals ? auch unter schweren Atemschutz ? die Lage direkt im Silo erkundet und weitere Maßnahmen besprochen bzw. erörtert.

Umfangreiche Ausräumarbeiten:

Mühselig und schwierig gestalten sich in den folgenden Stunden die Ausräumarbeiten des Kohlestaubes, immer wieder kam es zu Funkenflug und entsprechenden Verpuffungen.  Ständig mussten die eingesetzten AS-Trupps nach ca. 30 Minuten ausgetauscht werden, die ?Versorgung? mit neuen AS-Trupps klappte durch die Besatzung des Bezirksatemschutzfahrzeuges vorzüglich.

Die Kräfte der FF Eugendorf konnten aus dem Einsatz aufgrund der Lage herausgelöst werden da der Einsatz des Schaumangriffes mittels Be und Entlüftungsgerätes Erfolg zeigte.
Auch die Kräfte des LZ Bad Dürrnberg konnten mit dem Abbau einer Zubringerleitung beginnen und wurde ebenfalls gegen Mitternacht aus dem Einsatz herausgelöst.
Aufgrund der Tatsache, dass der Funkenflug sowie die Rauchentwicklung aber wieder zunahm und doch wieder entsprechende AS-Reserven vor Ort gehalten werden mussten, erfolgte eine abermalige Alarmierung des LZ Bad Dürrnberg. Dieser stellte in weiterer Folge wieder zwei AS-Trupps.

Mittels Schaufel und mitgeführten Behältnissen wurde in mühsamer Kleinarbeit unter schweren Atemschutz der Kohlestaub aus den verschiedenen Ebenen in die 3. Ebene verbracht und von dort aus nach unten geschüttet.
Zur Rauchniederschlagung wurde dabei ein Wasserwerfer sowie zwei weitere C-Rohre in Stellung gebracht.

Gegen 01.00 Uhr konnten die ersten Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden, die Aufräumarbeiten waren zu diesem Zeitpunkt aber noch voll im Gang.
Nach und nach konnten die Einsatzkräfte der FF Hallein (HW und LZ) einrücken, die notwendige Brandwache wurde durch Kräfte des LZ Niederalm unter OBI Klaus Lugstein mit einem TLF-A 3000 aufgestellt. Diese bestand hauptsächlich aus Firmenmitarbeiter der Fa. Leube, welche auch im LZ Niederalm ihren aktiven Dienst versehen.
Die Brandwache versah bis ca. 08.00 Uhr am folgenden Tag ihren Dienst. Bis auf ein kleines Glutnest konnte durch die Brandwache keine weiteren Brandstellen mehr festgestellt werden.

Umfangreiche Aufräum- und Reinigungsarbeiten:

Ab 07.00 Uhr wurde mit den Aufräumarbeiten in der Hauptwache Hallein begonnen, das Feuerwehrhaus glich zu diesem Zeitpunkt einem wahren ?Schlachtfeld?. Viele Einsatzbekleidungen waren bis zur Unkenntlichkeit verdreckt, Einsatzhelme wiesen eine einheitliche Farbe nämlich schwarz auf und zahlreiche Gerätschaften standen geradezu im Dreck!
Durch insgesamt 8 Feuerwehrleute wurde den gesamten Tag über die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt, die unmittelbarer Einsatzbereitschaft wurde aber natürlich noch nach dem Einrücken um 02.30 Uhr hergestellt.

Abermals Brandeinsätze!

Um 11.45 Uhr erfolgte die Meldung an die BAWZ ?Florian Tennengau?, dass es in einem Haus an der Salzburger-Straße eine starke Rauchentwicklung sichtbar ist. Sofort machte sich OFK Hallein BR Otto Miller mit KDO 2 Hallein auf den Weg, nach einer ersten Erkundung ließ er Hausalarm in der Hauptwache auslösen. Innerhalb einer Minute rückte KDO und TLF 1 Hallein mit 8 Mann aus. Unter der Verwendung von schweren Atemschutz wurde ein Drucklüfter gesetzt und entsprechende Abluftöffnungen gesucht. Kurz darauf konnten die Kräfte wieder einrücken und die umfangreichen Aufräumarbeiten weiterführen.

13.54 Uhr: Abermals schrillten die Halleiner Meldeempfänger: ?Starke Rauchentwicklung in einem Wohnhaus?! ließ wieder alle Feuerwehrleute aufhorchen.
Da ?Tank 1 Hallein? schon zum zweiten Mal einsatzbereit gemacht wurde rückte dieser innerhalb einer Minute wieder ab, gefolgt von KDO Hallein.
OFK Hallein rückte mit KDO 2 direkt zum Einsatzort ab, in weiterer Folge rückten noch SLF-A 1500 (Pumpe 1) sowie die DLK 23-12 mit insgesamt 24 Mann aus.
Durch eine Verpuffung eines Ofens riss es ein Ofenrohr in einem Wohnzimmer aus der Halterung und es kam in Folge zu einer Verrauchung des gesamten Wohnbereiches. Wieder setzte ein AS-Trupp den Drucklüfter und machte die Wohnung rauchfrei. Der Wohnungsinhaberin sowie deren Kleinkind passiert gottseidank nichts, das anwesende RK Hallein führte eine erste Untersuchung durch.
Nach dem Abarbeiten dieses Einsatzes konnten die Reiniungs- sowie Wartungsarbeiten wieder in Angriff genommen werden und dauerten bis in die Abendstunden an.

Eingesetzte Kräfte:
Brand Fa. Leube:
FF Hallein:
KDO, TLFA-3000, TLF-A 4000, SLF-A 1500, LFA, DLK 23-12, ASFMTF, VF 2
38 Mann ausgerückt 10 Mann Reserve
LZ Bad Dürrnberg:
TLF-A 2000, LFA
16 Mann
LZ Niederalm:
TLFA 3000, LFA-B, MTF                      
25 Mann
FF Golling:
TLF-A 3000, VRF, LUF 60              
11 Mann
FF Eugendorf:
LF-A + Großlüfter                     
5 Mann
RK Hallein:
3 Sanka, 1 NAW                
12 Mann
LFK/BFK:
2 PKW             

Ges.109 Mann

Einsatzabschnitte:HBI Rudolf Strobl, BR Matthias Milles, OBI Walter Bauschenberger, BI Gerhard Wellek
Gesamteinsatzleiter:BR Otto Miller (OFK Hallein/AFK 3 Tennengau)  

1.Brandeinsatz/09.02.2011:     KDO 1, KDO 2, TLFA-3000
2.Brandeinsatz/09.02.2011: KDO 1, KDO 2, TLFA-3000, SLF-A 1500, DLK 23-12

Persönliche Gedanken:

Der Einsatz bei der Fa. Leube war kein alltäglicher Einsatz einer Feuerwehr und brachte uns an die Grenzen der Resourcen der Halleiner Feuerwehr. Dank einer guten Ausbildung und Ausstattung konnte dieser Einsatz aber zur Zufriedenheit aller abgewickelt werden. Brände in Silos stellen aber immer wieder eine Herausforderung an die Einsatzkräfte dar, physisch wird hier fast an die Grenzen des Machbare gegangen. Kohlenstaub ist mit Wasser nicht mischbar, hier könnte nur das Aufbringen von entsprechenden Netzmittel einen gewissen Erfolg mit sich bringen. Aufgrund der vorhandenen Menge müssten aber eine große Menge an Netzmittel vorgehalten werden bzw. vor Ort gebracht werden. Und eine solche Menge wäre nirgends aufzutreiben gewesen, vor allem auch deswegen, weil dieses Netzmittel entsprechend teuer ist. Der umfassende Löschangriff mit Schaum brachte nach geraumer Zeit aber einen Erfolg, mühsam waren danach nur die Ausräumarbeiten. Durch die vielen Ritzen im Silo kam es im Laufe der Stunden aber immer wieder zu kleineren Rauchexplosionen bzw. Verpuffungen. Auf eine weitere Nachalarmierung konnte aufgrund der vorhandenen Einsatzmannschaften verzichtet werden, als nächste Einheit wäre hier sicherlich die FF Grödig alarmiert worden. Diese stellte aber im Hintergrund für den Einsatzleiter eine jederzeit gut einzusetzende Reserve dar!Auch waren in der Hauptwache Hallein noch genügend weitere Kräfte vorhanden um etwaige Hilfeleistungen abzuarbeiten (Verkehrsunfälle o.ä.). Auch wäre die BTF M-Real sofort einsatzbereit und im gesamten Stadtgebiet einsetzbar. Speziell die Tageseinsatzbereitschaft war hervorragend, allein die Hauptwache Hallein konnte 48 Mann aufbieten, alle anderen Einheiten waren mit der geforderten Mannschaftsstärke ausgerückt!Nach der ersten großen Rauchexplosion hat man als Einsatzleiter nur einen Gedanken: ?Hoffentlich hat es niemanden erwischt?. In weiterer Folge möchte man sich nur mehr ?verkriechen? und fragt sich, warum muß mir das wieder gerade passieren.     Aber im Feuerwehrdienst ist keiner von solchen Einsätzen gefeit und man muss immer damit rechnen, dass Einsätze ausser Kontrolle geraten obwohl man alle einsatztaktischen Maßnahmen richtig gesetzt hat und mit äusserster Vorsicht agiert. Ein gewisses Restrisiko wird immer vorhanden sein und dieses muss man als Führungskraft einfach mittragen freiwillig und zu jeder Tages und Nachtzeit!Als überaus positiv kann ich die Zusammenarbeit mit allen eingesetzten Feuerwehren betrachte, speziell die Arbeit mit OBI Klaus Lugstein vom LZ Niederalm sei hier hervorzuheben. Er und seinen Mannschaft haben wesentlich zum Erfolg beigetragen und verdienen meine Anerkennung. Anerkennung und Hochachtung aber Allen eingesetzten Kräfte, hier natürlich vor allem den Atemschutzgeräteträger aus Hallein, Dürrnberg, Golling und Niederalm. Diese standen bis zu viermal im Einsatz dafür gebührt Euch allen meine höchste Anerkennung!

Bericht & Bildauswahl
BR Otto Miller

Bilder:
FF-Hallein
Aktivnews
Tschepp Markus

Fotoreport - zum Starten auf ein Bild klicken!